Der Fränkische Gebirgsweg

Geschrieben am 06.01.2010 in Wandern

Der Fränkische Gebirgsweg in Nordbayern wurde im September 2007 offiziell eröffnet. Er verläuft auf einer Länge von über 400km durch den Frankenwald, das Fichtelgebirge mit dem Steinwald, die Fränkische Schweiz und die Hersbrucker Schweiz.

Wegweiser Fränkischer Gebirgsweg

Der Fernwanderweg ist sehr gut markiert. Er beginnt wie der Frankenweg am Ende des Rennsteigs in Untereichenstein und endet in Hersbruck. Während des Aufbau des Weges wurden viele neue Wegweiser mit Entfernungsangaben errichtet und an wichtigen Wegpunkten wurden Informationstafeln aufgestellt, an denen der Besucher zum Beispiel mehr über landschaftliche Besonderheiten erfährt. Über die Hälfte der Strecke des Fränkischen Gebirgswegs liegt im Fichtelgebirge, wo der Weg die Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Höhepunkte des Mittelgebirges miteinander verbindet.

Da der Streckenverlauf auf der offiziellen Seite mittlerweile sehr gut beschrieben und zudem mit topographischen Karten und GPS-Daten dokumentiert ist, soll hier vor allem auf natürliche Highlights und Besonderheiten eingegangen werden.

Der Wanderweg eignet sich sowohl für Tageswanderungen als auch für mehrtägige Touren.

Abschnitt Frankenwald

Der Fränkische Gebirgsweg startet am Ende des Rennsteigs in Blankenstein und verläuft von dort aus nach Münchberg. Die landschaftlichen Highlights halten sich in Grenzen. Der Weg dient wohl vielmehr als Verbindung der beiden Fernwanderwege.

Abschnitt Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge ist ein größtenteils bewaldetes Mittelgebirge. Der Fränkische Gebirgsweg verläuft in der Landschaft mit Höhen bis über 1000 Metern meistens auf idyllischen Pfaden. Am Weg liegen eindrucksvolle Felsen aus Granit, die oftmals über Treppen zu erreichen sind und wie die Gipfel im Fichtelgebirge eine herrliche Aussicht bieten. Zahlreiche Flüsse und Bäche entspringen an den Hängen der Berge.

Leider gibt es nur sehr wenige Schutzhütten, teilweise bieten aber Felsen Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem gibt es Unterkunftshäuser des Fichtelgebirgsvereins, in denen man nächtigen kann. Allerdings sollte man dort rechtzeitig vorher anfragen. Die Orte am Weg verfügen natürlich über Pensionen und Hotels.

Der Abschnitt Fichtelgebirge startet in Münchberg, eine Stadt, die man möglichst schnell hinter sich lassen sollte. Nach Zell führt der Weg in das Waldsteingebirge, wo man zunächst auf die Quelle der Sächsischen Saale trifft, die aus einem alten Bergwerksstollen entspringt. Der Wanderweg lässt dann einige Felsen links liegen, jedoch lohnt sich ein Abstecher zum Arndsteinfels, von dem aus man auf Teile des bisher erwanderten Weges zurückblicken kann. Man erreicht nun den Großen Waldstein, mit 879 Meter der erste Gipfel im Fichtelgebirge. Hier findet man Reste der Ruine Rotes Schloss. Am Weg entdeckt man neben zahlreichen Felsen auch den bizzaren Teufelstisch. Höhepunkt ist der Aussichtspunkt Schüssel, von dem man eine schöne Rundumsicht hat und die kommenden Ziele begutachten kann. Im Waldsteinhaus kann übernachtet werden.

Als nächstes liegt die Ruine Epprechtstein am Weg. Auch sie bietet eine schöne Aussicht. Zahlreiche alte Steinbrüche liegen in diesem Gebiet, die über einen Rundweg erschlossen sind. Hier kann man sich mit bereitliegenden Werkzeugen auch selbst beim Steinemeiseln vergnügen. Unterhalb der ehemaligen Burg liegt eine Schutzhütte.

Vorbei an Kirchenlamitz geht es Richtung Kornberg. Im Südwesten des Großen Kornberges befindet sich bei den Zigeunersteinen der Wackelstein. Er lässt sich mit Hilfe einer Stange als Hebel problemlos ins Wanken bringen. Im Fichtelgebirge gibt es noch zwei weitere Wackelsteine.

Es geht nun weiter bergauf zur Ruine Hirschstein. Sie zählte einst zu den ältesten Burgen des Fichtelgebirges. Die Felsen bieten eine schöne Aussicht Richtung Süden und somit auch ein sonniges Plätzchen. Auf dem Nordweg geht es weiter zum Gipfel des 827 Meter hohen Großen Kornbergs. Dort befindet sich ein ehemaliger Aufklärungsturm der Bundeswehr und der Aussichtsturm Schönburgwarte. Der Abstieg erfolgt Richtung Spielberg. Später trifft man auf die A93. Danach führt der Weg durch das Tal der Eger. Der Wanderweg passiert einige kleinere Ortschaften und trifft dann auf Arzberg, von wo aus er hinauf auf den Kohlberg mit der Waldenfelswarte führt. Der Name Kohlberg kommt von den ehemaligen Kohlemeilern am Südhang des Berges. Scherzhaft wird der Kohlberg aber auch Zuckerhut genannt, weil dort früher Zucker über die nahe gelegenen Grenze zu Tschechien geschmuggelt wurde. Wer noch Zeit hat, kann auch einen Abstecher zum Feisnitzspeicher machen, einem kleinen Stausee.

Der Fränkische Gebirgsweg orientiert sich nun weiter Richtung Osten um so nach Waldsassen zu gelangen. Danach geht es, vorbei an Mitterteich, wieder in die andere Richtung um zum Steinwald zu wandern. Der Steinwald ist ein kleiner Naturpark im Südosten des Fichtelgebirges. Der erste Felsen ist der Hackelstein. Unterhalb befindet sich eine Schutzhütte. Am Nachbarfelsen gibt es auch einen kleinen Klettersteig (den einzigen im Fichtelgebirge). Der Hackelstein ist aber auch ohne Ausrüstung zu bezwingen.

Dann geht es auf einem schönen Pfad hinauf zur Ruine Weißenstein. Von ihr waren nur noch einige Reste übrig. Sie wurde vor etwa zehn Jahren restauriert und ist heutzutage gut zugänglich und deshalb auch gerne besucht. Anschießend geht es leicht aber stetig bergauf zur Platte, der höchsten Erhebung des Steinwaldes. Dort befindet sich der Oberpfalzturm. Nachdem der alte Turm aus den 70er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, errichtete man 2000 den jetzigen Aussichtsturm. Die Aussichtsplattform liegt in etwa 30 Meter Höhe. Es gibt dort auch einen kleinen Unterstand. Man trifft hier zudem auf den Goldsteig und könnte darauf direkt in den Bayerischen Wald weiter wandern.

Der Fränkische Gebirgsweg verlässt leider den Steinwald, ohne dass man die zahlreichen und sehenswerten Felsen zu Gesicht bekommt. Es lohnt sich hier einen Abstecher zu machen.

Der Wanderweg geht zunächst in dichter besiedeltes Gebiet und dann Richtung Kösseine. Hier liegt rechts des Weges nördlich von Schurrbach ein weiterer Wackelstein, der mit der bloßen Hand ohne großen Kraftaufwand ins Wanken gebracht werden kann. Die 939 Meter hohe Kösseine ist einem wegen des charakteristischen Doppelgipfels bestimmt schon vorher aufgefallen. Man sollte hier am Aussichtsturm vorbeigehen, um dann an den Felsen die Aussicht und Ruhe zu genießen. Das Kösseinehaus bietet nach Voranmeldung Übernachtungsmöglichkeiten.

Im nördlichen Kösseinegebiet geht es zum Haberstein. Der Felsen ist über Treppen zu erreichen, schöne Rundumsicht. Auf halber Höhe befindet sich eine hölzerne Plattform, die zum längeren Pausieren einlädt. Dann geht es auch schon weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem Burgstein mit dem gleichnamigen Felsen. Auch Johann Wolfgang von Goethe und Ludwig Tieck genossen hier schon die Aussicht. Weiter in Richtung Norden liegt der Kaiserfelsen. Nach ihm beginnt das Felsenlabyrinth Luisenburg. Diese einmalige Felsenlandschaft sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Riesige Felsen bilden Höhlen, enge Durchgänge und steile Pfade. Mit großen Rucksäcken wird man allerdings an manchen Stellen Probleme bekommen. Der Fränkische Gebirgsweg selbst führt am Labyrinth vorbei. Eventuell kann man sein Gepäck unten an der Kasse oder in der Gaststätte abgeben.

Der Wanderweg macht einen Knick nach Süden und führt nach Nagel. Wenn man dort nicht hin muss (wegen Übernachtung o.ä.) sollte man vorher nach Hohenbrand abzweigen und Richtung Hohe Matze wandern. Von dort aus geht es auf dem Höhenweg (ein schöner Pfad) zur Girgelhöhle, wo man wieder auf den Gebirgsweg trifft. Laut einer Geschichte soll sich dort der Girgel wegen eines Verbrechens (Mord eines Nebenbuhlers) versteckt haben. Er hat sieben Jahre in der Höhle gewohnt bis er schließlich entdeckt und hingerichtet wurde. Es folgen die Prinzenfelsen. Auch hier Treppe auf Fels und Aussicht. Anschließend wird man am Silberhaus mit der B303 konfrontiert. Nach der waghalsigen Überquerung geht es aber auf einem Pfad durch den Wald hinauf zur Platte. Die Platte ist 884 Meter hoch und bietet eine schöne Aussicht Richtung Tschechien und zur Kösseine. Oben befindet sich ein Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, darunter bilden Felsbrocken ein etwa 12000 Quadratmeter umfassendes Blockmeer, das unter Naturschutz steht. Empfehlenswert ist die Beobachtung des Sonnenunter- und Sonnenaufgangs.

Morgenstimmung im Fichtelgebirge, aufgenommen von der Platte

Übers Seehaus (Übernachtung nach Voranmeldung möglich) führt der Weg weiter zum Nusshardt. Vom 972 Meter hohen Nußhardt hat man einen herrlichen Rundblick (ihr kennt das ja mittlerweile) u.a. auf den Fichtelsee, Ochsenkopf und Schneeberg. Die mit Wasser gefüllten Vertiefungen auf dem Felsen werden bzw. wurden als Druidenschüsseln oder Opferwannen bezeichnet. Unter dem Nußhardt befindet sich eine “Höhle”, die Nußhardtstube.

Danach folgt der Anstieg zum Schneeberg. Mit 1051 Metern der höchste Berg Frankens und somit auch der höchste Punkt dieser Wanderung. Der Gipfel des Berges ist von alten militärischen Anlagen aus dem Kalten Krieg geprägt. Bis 1996 war der Gipfelbereich nicht zugänglich, heute steht ein großer Teil unter Naturschutz. Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 3,7 Grad Celsius gibt es hier seltene Pflanzen und Tiere. Zudem steht auf einem Felsen der kleine hölzerne Aussichtsturm Backöfele.

Schneeberggipfel

Schneeberggipfel

Man verlässt den Schneeberg und kommt am 1000 Meter-Stein vorbei, der einen nochmal auf die Höhe hinweißt. Es geht nun langsam bergab bis zu einem Abstecher zum Haberstein. Durch den Einsturz einer Felsbildung/Felsburg und der späteren Einwirkung von Frost (Frostsprengung) entstand hier das größte natürliche Blockmeer im Fichtelgebirge. Die mit seltenen Moosen und Flechten bewachsenen Trümmer sind bereits seit 1939 Naturschutzgebiet. Zudem dient der extreme Lebensraum Blockhalde seltenen Tieren als Heimat. Der Blick geht auf die andere Talseite zum Ochsenkopf, der zwar in greifbarer Nähe ist, aber erst in 10 Kilometern erreicht wird. Vorher geht es nämlich hinunter zum Fichtelsee, den der Fränkische Gebirgsweg halb umrundet (es gibt dort eine Brücke). Schutzhütten sind dort vorhanden.

Vorbei an Fichtelberg geht es nach oben zum Ochsenkopf. Man trifft zunächst auf die Fichtelnaabquelle (Schutzhütte) und kann die Aussicht vom Weißmainfels genießen. Dann kommt man zum Ursprung des Mains, bzw. des Weißen Mains, einem der beiden Quellflüsse. In der Nähe der Weißmainquelle gibt es eine Schutzhütte. Bevor man den Gipfel erreicht, sollte man nochmal die Stille am Goethefelsen genießen. Der 1024 Meter hohe Ochsenkopf ist touristisch nämlich sehr gut erschlossen (Seilbahn, Gaststätte, Türme, Sommerrodelbahn, Mountainbiketrail usw.). Der Abstieg erfolgt nach Norden. Vorbei am sagenumwobenen Schneeloch, das direkt rechts am Weg liegt, geht es Richtung Bischofsgrün. Vorher hat man vom Hügelfels einen Blick über den Ort. Wer kein Bedürfnis hat dort hin zu gehen, kann am Beginn der Sommerrodelbahn nach links abzweigen und somit etwas abkürzen.

Der Weg führt nun lange durch den Wald und trifft vor Goldkronach auf den Fürstenstein. Dann geht es Richtung Süden und man kommt immer wieder durch menschliche Siedlungen. Man passiert kleinere Ortschaften und kommt schließlich über den Main (diesmal der Rote Main) in den Park der Eremitage. Man sollte sich für die Anlage kurz Zeit nehmen. Mit etwas Glück erlebt man die Wasserspiele.

Abschnitt Fränkische Schweiz/Frankenalb

Nach der Eremitage folgen ein paar Vororte von Bayreuth bis man wieder auf den Main trifft. Dort ist nicht nur für geologisch Interessierte ein Abstecher zur Bodenmühlwand zu empfehlen. An einem Prallhang des Roten Mains befindet sich die etwa 20 Meter hohe Felswand. Dort sind Schichten des Keuper freigelegt. Auch Versteinerungen wurden entdeckt. Die Bodenmühlwand zählt zu Bayerns schönsten Geotopen.

Der Wanderweg orientiert sich am Roten Main und führt nach Creussen. In einem kleinen Bogen geht es durch das historische Städtchen, bis man wieder in bewaldetes Gebiet gelangt. Auf einer Forststraße erreicht man die zweite Quelle des Mains. Die Rotmainquelle ist nicht ganz so schön gefasst wie die des Weißen Mains. Dafür ist sie auch seltener besucht.

Später lernt man mit der A9 eine weitere Autobahn kennen (sofern man erst in Münchberg gestartet ist). Der Weg führt dann weiter durch Wald. Ein weiteres Highlight am Weg ist die Neubürg. Das Hochplateau bietet sowohl eine schöne Aussicht als auch sehenswerte Kunstwerke, die den NaturKunstRaum Neubürg bilden. Weiter geht es nach Norden, vorbei an Obernsees, Schönfeld und weiteren Ortschaften, bis der Weg wieder einen Knick nach Süden macht. Dieser nördliche Bogen wirft Rätsel auf. Der Weg bietet aber viel Zeit zum Darübernachdenken. Kleine Täler führen den Wanderer nach und durch die kleine Stadt Hollfeld.

Man kommt schließlich in das Tal der Aufseß und in den gleichnamigen Ort. Dieser hat die höchste Brauereidichte der Welt und steht damit im Guinness-Buch der Rekorde. Zudem gibt es hier einen Brauereienwanderweg. Mit angetrunkenen Personen ist zu rechnen. Wer dem übermäßigen Genuss des fränkischen Bieres widerstehen kann wandert über Felder und durch Wälder Richtung Osten nach Plankenfels. Die Neubürg ist hier nur fünf Kilometer entfernt, man hätte also Abkürzen können um sich den nördlichen Bogen zu sparen. Der Gebirgsweg verläßt den Ort schnell wieder, ohne den Plankenstein, ehemaliger Standort einer Ruine mit schöner Aussicht, zu beachten. Nun wandert man im Wiesenttal durch Waischenfeld hindurch und verlässt das Tal gen Osten. Am Weg liegt bald die Sophienhöhle, die mittels Führung zu besichtigen ist. Es geht weiter hinauf auf die Hohenmirsberger Platte. Mit 614 Metern die zweithöchste Erhebung der Fränkischen Schweiz. Die höchste Erhebung ist der Kleine Kulm (falls mal jemand fragt). Es gibt hier einen Aussichtsturm. Der Blick geht bis ins Fichtelgebirge.

Der Weg verläuft wieder Richtung Süden und führt an der jungen Püttlach entlang. Über die Ruine Hollenberg und vorbei an der Voithhöhle (ohne Führer erkundbar) erreicht man den Pegnitzer Schloßberg mit Aussichtsturm.

Auf dem weiteren Weg nach Betzenstein ist leider die Autobahn in Reichweite. Dennoch kann man die Landschaft der Fränkischen Schweiz genießen. Zahlreiche Felsen liegen immer wieder an der Wanderstrecke. Nach Plech passiert man den Eibenfels. Hier befindet sich ein kleiner Klettersteig.

Es geht nun immer weiter nach Süden, die Autobahn entfernt sich allmählich. Immer wieder liegen kleine Ortschaften am Weg. Zeit für einen Rückblick auf den Fränkischen Gebirgsweg. Schon bald erreicht man Hersbruck und kann am Bahnhof seine Wanderung beenden.

Über die Suche von panoramaleben.de finden Sie durch die Eingabe von ‘Gebirgsweg’ oder ähnlichen Begriffen Panoramabilder, die am Weg aufgenommen wurden.

LLGEMEINE TOURENBESCHREIBUNG

Der Fränkische Gebirgsweg in Nordbayern wurde im September 2007 offiziell eröffnet. Er verläuft auf einer Länge von über 400km durch den Frankenwald, das Fichtelgebirge mit dem Steinwald, die Fränkische Schweiz und die Hersbrucker Schweiz.

Der Fernwanderweg ist sehr gut markiert. Er beginnt wie der Frankenweg am Ende des Rennsteigs in Untereichenstein und endet in Hersbruck. Während des Aufbau des Weges wurden viele neue Wegweiser mit Entfernungsangaben errichtet und an wichtigen Wegpunkten wurden Informationstafeln aufgestellt, an denen der Besucher zum Beispiel mehr über landschaftliche Besonderheiten erfährt. Über die Hälfte der Strecke des Fränkischen Gebirgswegs liegt im Fichtelgebirge, wo der Weg die Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Höhepunkte des Mittelgebirges miteinander verbindet.

Da der Streckenverlauf auf der offiziellen Seite mittlerweile sehr gut beschrieben und zudem mit topographischen Karten und GPS-Daten dokumentiert ist, soll hier vor allem auf natürliche Highlights und Besonderheiten eingegangen werden.

Der Wanderweg eignet sich sowohl für Tageswanderungen als auch für mehrtägige Touren.

[Bearbeiten] Abschnitt Frankenwald

Der Fränkische Gebirgsweg startet am Ende des Rennsteigs in Blankenstein und verläuft von dort aus nach Münchberg. Die landschaftlichen Highlights halten sich in Grenzen. Der Weg dient wohl vielmehr als Verbindung der beiden Fernwanderwege.

[Bearbeiten] Abschnitt Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge ist ein größtenteils bewaldetes Mittelgebirge. Der Fränkische Gebirgsweg verläuft in der Landschaft mit Höhen bis über 1000 Metern meistens auf idyllischen Pfaden. Am Weg liegen eindrucksvolle Felsen aus Granit, die oftmals über Treppen zu erreichen sind und wie die Gipfel im Fichtelgebirge eine herrliche Aussicht bieten. Zahlreiche Flüsse und Bäche entspringen an den Hängen der Berge.

Leider gibt es nur sehr wenige Schutzhütten, teilweise bieten aber Felsen Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem gibt es Unterkunftshäuser des Fichtelgebirgsvereins, in denen man nächtigen kann. Allerdings sollte man dort rechtzeitig vorher anfragen. Die Orte am Weg verfügen natürlich über Pensionen und Hotels.

Der Abschnitt Fichtelgebirge startet in Münchberg, eine Stadt, die man möglichst schnell hinter sich lassen sollte. Nach Zell führt der Weg in das Waldsteingebirge, wo man zunächst auf die Quelle der Sächsischen Saale trifft, die aus einem alten Bergwerksstollen entspringt. Der Wanderweg lässt dann einige Felsen links liegen, jedoch lohnt sich ein Abstecher zum Arndsteinfels, von dem aus man auf Teile des bisher erwanderten Weges zurückblicken kann. Man erreicht nun den Großen Waldstein, mit 879 Meter der erste Gipfel im Fichtelgebirge. Hier findet man Reste der Ruine Rotes Schloss. Am Weg entdeckt man neben zahlreichen Felsen auch den bizzaren Teufelstisch. Höhepunkt ist der Aussichtspunkt Schüssel, von dem man eine schöne Rundumsicht hat und die kommenden Ziele begutachten kann. Im Waldsteinhaus kann übernachtet werden.

Als nächstes liegt die Ruine Epprechtstein am Weg. Auch sie bietet eine schöne Aussicht. Zahlreiche alte Steinbrüche liegen in diesem Gebiet, die über einen Rundweg erschlossen sind. Hier kann man sich mit bereitliegenden Werkzeugen auch selbst beim Steinemeiseln vergnügen. Unterhalb der ehemaligen Burg liegt eine Schutzhütte.

Vorbei an Kirchenlamitz geht es Richtung Kornberg. Im Südwesten des Großen Kornberges befindet sich bei den Zigeunersteinen der Wackelstein. Er lässt sich mit Hilfe einer Stange als Hebel problemlos ins Wanken bringen. Im Fichtelgebirge gibt es noch zwei weitere Wackelsteine.

Es geht nun weiter bergauf zur Ruine Hirschstein. Sie zählte einst zu den ältesten Burgen des Fichtelgebirges. Die Felsen bieten eine schöne Aussicht Richtung Süden und somit auch ein sonniges Plätzchen. Auf dem Nordweg geht es weiter zum Gipfel des 827 Meter hohen Großen Kornbergs. Dort befindet sich ein ehemaliger Aufklärungsturm der Bundeswehr und der Aussichtsturm Schönburgwarte. Der Abstieg erfolgt Richtung Spielberg. Später trifft man auf die A93. Danach führt der Weg durch das Tal der Eger. Der Wanderweg passiert einige kleinere Ortschaften und trifft dann auf Arzberg, von wo aus er hinauf auf den Kohlberg mit der Waldenfelswarte führt. Der Name Kohlberg kommt von den ehemaligen Kohlemeilern am Südhang des Berges. Scherzhaft wird der Kohlberg aber auch Zuckerhut genannt, weil dort früher Zucker über die nahe gelegenen Grenze zu Tschechien geschmuggelt wurde. Wer noch Zeit hat, kann auch einen Abstecher zum Feisnitzspeicher machen, einem kleinen Stausee.

Der Fränkische Gebirgsweg orientiert sich nun weiter Richtung Osten um so nach Waldsassen zu gelangen. Danach geht es, vorbei an Mitterteich, wieder in die andere Richtung um zum Steinwald zu wandern. Der Steinwald ist ein kleiner Naturpark im Südosten des Fichtelgebirges. Der erste Felsen ist der Hackelstein. Hier gibt es auch einen kleinen Klettersteig (den einzigen im Fichtelgebirge). Der Nachbarfelsen ist aber auch ohne Ausrüstung zu bezwingen. Hier müsste es auch eine Schutzhütte geben.

Dann geht es auf einem schönen Pfad hinauf zur Ruine Weißenstein. Von ihr waren nur noch einige Reste übrig. Sie wurde vor etwa zehn Jahren restauriert und ist heutzutage gut zugänglich und deshalb auch gerne besucht. Anschießend geht es leicht aber stetig bergauf zur Platte, der höchsten Erhebung des Steinwaldes. Dort befindet sich der Oberpfalzturm. Nachdem der alte Turm aus den 70er Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, errichtete man 2000 den jetzigen Aussichtsturm. Die Aussichtsplattform liegt in etwa 30 Meter Höhe. Es gibt dort auch einen kleinen Unterstand. Man trifft hier zudem auf den Goldsteig und könnte darauf direkt in den Bayerischen Wald weiter wandern.

Der Fränkische Gebirgsweg verlässt leider den Steinwald, ohne dass man die zahlreichen und sehenswerten Felsen zu Gesicht bekommt. Es lohnt sich hier einen Abstecher zu machen.

Der Wanderweg geht zunächst in dichter besiedeltes Gebiet und dann Richtung Kösseine. Hier liegt rechts des Weges nördlich von Schurrbach ein weiterer Wackelstein, der mit der bloßen Hand ohne großen Kraftaufwand ins Wanken gebracht werden kann. Die 939 Meter hohe Kösseine ist einem wegen des charakteristischen Doppelgipfels bestimmt schon vorher aufgefallen. Man sollte hier am Aussichtsturm vorbeigehen, um dann an den Felsen die Aussicht und Ruhe zu genießen. Das Kösseinehaus bietet nach Voranmeldung Übernachtungsmöglichkeiten.

Im nördlichen Kösseinegebiet geht es zum Haberstein. Der Felsen ist über Treppen zu erreichen, schöne Rundumsicht. Auf halber Höhe befindet sich eine hölzerne Plattform, die zum längeren Pausieren einlädt. Dann geht es auch schon weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem Burgstein mit dem gleichnamigen Felsen. Auch Johann Wolfgang von Goethe und Ludwig Tieck genossen hier schon die Aussicht. Weiter in Richtung Norden liegt der Kaiserfelsen. Nach ihm beginnt das Felsenlabyrinth Luisenburg. Diese einmalige Felsenlandschaft sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Riesige Felsen bilden Höhlen, enge Durchgänge und steile Pfade. Mit großen Rucksäcken wird man allerdings an manchen Stellen Probleme bekommen. Der Fränkische Gebirgsweg selbst führt am Labyrinth vorbei. Eventuell kann man sein Gepäck unten an der Kasse oder in der Gaststätte abgeben.

Der Wanderweg macht einen Knick nach Süden und führt nach Nagel. Wenn man dort nicht hin muss (wegen Übernachtung o.ä.) sollte man vorher nach Hohenbrand abzweigen und Richtung Hohe Matze wandern. Von dort aus geht es auf dem Höhenweg (ein schöner Pfad) zur Girgelhöhle, wo man wieder auf den Gebirgsweg trifft. Laut einer Geschichte soll sich dort der Girgel wegen eines Verbrechens (Mord eines Nebenbuhlers) versteckt haben. Er hat sieben Jahre in der Höhle gewohnt bis er schließlich entdeckt und hingerichtet wurde. Es folgen die Prinzenfelsen. Auch hier Treppe auf Fels und Aussicht. Anschließend wird man am Silberhaus mit der B303 konfrontiert. Nach der waghalsigen Überquerung geht es aber auf einem Pfad durch den Wald hinauf zur Platte. Die Platte ist 884 Meter hoch und bietet eine schöne Aussicht Richtung Tschechien und zur Kösseine. Oben befindet sich ein Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, darunter bilden Felsbrocken ein etwa 12000 Quadratmeter umfassendes Blockmeer, das unter Naturschutz steht. Empfehlenswert ist die Beobachtung des Sonnenunter- und Sonnenaufgangs.

Übers Seehaus (Übernachtung nach Voranmeldung möglich) führt der Weg weiter zum Nusshardt. Vom 972 Meter hohen Nußhardt hat man einen herrlichen Rundblick (ihr kennt das ja mittlerweile) u.a. auf den Fichtelsee, Ochsenkopf und Schneeberg. Die mit Wasser gefüllten Vertiefungen auf dem Felsen werden bzw. wurden als Druidenschüsseln oder Opferwannen bezeichnet. Unter dem Nußhardt befindet sich eine “Höhle”, die Nußhardtstube.

Danach folgt der Anstieg zum Schneeberg. Mit 1051 Metern der höchste Berg Frankens und somit auch der höchste Punkt dieser Wanderung. Der Gipfel des Berges ist von alten militärischen Anlagen aus dem Kalten Krieg geprägt. Bis 1996 war der Gipfelbereich nicht zugänglich, heute steht ein großer Teil unter Naturschutz. Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 3,7 Grad Celsius gibt es hier seltene Pflanzen und Tiere. Zudem steht auf einem Felsen der kleine hölzerne Aussichtsturm Backöfele.

Man verlässt den Schneeberg und kommt am 1000 Meter-Stein vorbei, der einen nochmal auf die Höhe hinweißt. Es geht nun langsam bergab bis zu einem Abstecher zum Haberstein. Durch den Einsturz einer Felsbildung/Felsburg und der späteren Einwirkung von Frost (Frostsprengung) entstand hier das größte natürliche Blockmeer im Fichtelgebirge. Die mit seltenen Moosen und Flechten bewachsenen Trümmer sind bereits seit 1939 Naturschutzgebiet. Zudem dient der extreme Lebensraum Blockhalde seltenen Tieren als Heimat. Der Blick geht auf die andere Talseite zum Ochsenkopf, der zwar in greifbarer Nähe ist, aber erst in 10 Kilometern erreicht wird. Vorher geht es nämlich hinunter zum Fichtelsee, den der Fränkische Gebirgsweg halb umrundet (es gibt dort eine Brücke). Schutzhütten sind dort vorhanden.

Vorbei an Fichtelberg geht es nach oben zum Ochsenkopf. Man trifft zunächst auf die Fichtelnaabquelle (Schutzhütte) und kann die Aussicht vom Weißmainfels genießen. Dann kommt man zum Ursprung des Mains, bzw. des Weißen Mains, einem der beiden Quellflüsse. In der Nähe der Weißmainquelle gibt es eine Schutzhütte. Bevor man den Gipfel erreicht, sollte man nochmal die Stille am Goethefelsen genießen. Der 1024 Meter hohe Ochsenkopf ist touristisch nämlich sehr gut erschlossen (Seilbahn, Gaststätte, Türme, Sommerrodelbahn, Mountainbiketrail usw.). Der Abstieg erfolgt nach Norden. Vorbei am sagenumwobenen Schneeloch, das direkt rechts am Weg liegt, geht es Richtung Bischofsgrün. Vorher hat man vom Hügelfels einen Blick über den Ort. Wer kein Bedürfnis hat dort hin zu gehen, kann am Beginn der Sommerrodelbahn nach links abzweigen und somit etwas abkürzen.

Der Weg führt nun lange durch den Wald und trifft vor Goldkronach auf den Fürstenstein. Dann geht es Richtung Süden und man kommt immer wieder durch menschliche Siedlungen. Man passiert kleinere Ortschaften und kommt schließlich über den Main (diesmal der Rote Main) in den Park der Eremitage. Man sollte sich für die Anlage kurz Zeit nehmen. Mit etwas Glück erlebt man die Wasserspiele.

[Bearbeiten] Abschnitt Fränkische Schweiz/Frankenalb

Nach der Eremitage folgen ein paar Vororte von Bayreuth bis man wieder auf den Main trifft. Dort ist nicht nur für geologisch Interessierte ein Abstecher zur Bodenmühlwand zu empfehlen. An einem Prallhang des Roten Mains befindet sich die etwa 20 Meter hohe Felswand. Dort sind Schichten des Keuper freigelegt. Auch Versteinerungen wurden entdeckt. Die Bodenmühlwand zählt zu Bayerns schönsten Geotopen.

Der Wanderweg orientiert sich am Roten Main und führt nach Creussen. In einem kleinen Bogen geht es durch das historische Städtchen, bis man wieder in bewaldetes Gebiet gelangt. Auf einer Forststraße erreicht man die zweite Quelle des Mains. Die Rotmainquelle ist nicht ganz so schön gefasst wie die des Weißen Mains. Dafür ist sie auch seltener besucht.

Später lernt man mit der A9 eine weitere Autobahn kennen (sofern man erst in Münchberg gestartet ist). Der Weg führt dann weiter durch Wald. Ein weiteres Highlight am Weg ist die Neubürg. Das Hochplateau bietet sowohl eine schöne Aussicht als auch sehenswerte Kunstwerke, die den NaturKunstRaum Neubürg bilden. Weiter geht es nach Norden, vorbei an Obernsees, Schönfeld und weiteren Ortschaften, bis der Weg wieder einen Knick nach Süden macht. Dieser nördliche Bogen wirft Rätsel auf. Der Weg bietet aber viel Zeit zum Darübernachdenken. Kleine Täler führen den Wanderer nach und durch die kleine Stadt Hollfeld.

Man kommt schließlich in das Tal der Aufseß und in den gleichnamigen Ort. Dieser hat die höchste Brauereidichte der Welt und steht damit im Guinness-Buch der Rekorde. Zudem gibt es hier einen Brauereienwanderweg. Mit angetrunkenen Personen ist zu rechnen. Wer dem übermäßigen Genuss des fränkischen Bieres widerstehen kann wandert über Felder und durch Wälder Richtung Osten nach Plankenfels. Die Neubürg ist hier nur fünf Kilometer entfernt, man hätte also Abkürzen können um sich den nördlichen Bogen zu sparen. Der Gebirgsweg verläßt den Ort schnell wieder, ohne den Plankenstein, ehemaliger Standort einer Ruine mit schöner Aussicht, zu beachten. Nun wandert man im Wiesenttal durch Waischenfeld hindurch und verlässt das Tal gen Osten. Am Weg liegt bald die Sophienhöhle, die mittels Führung zu besichtigen ist. Es geht weiter hinauf auf die Hohenmirsberger Platte. Mit 614 Metern die zweithöchste Erhebung der Fränkischen Schweiz. Die höchste Erhebung ist der Kleine Kulm (falls mal jemand fragt). Es gibt hier einen Aussichtsturm. Der Blick geht bis ins Fichtelgebirge.

Der Weg verläuft wieder Richtung Süden und führt an der jungen Püttlach entlang. Über die Ruine Hollenberg und vorbei an der Voithhöhle (ohne Führer erkundbar) erreicht man den Pegnitzer Schloßberg mit Aussichtsturm.

Auf dem weiteren Weg nach Betzenstein ist leider die Autobahn in Reichweite. Dennoch kann man die Landschaft der Fränkischen Schweiz genießen. Zahlreiche Felsen liegen immer wieder an der Wanderstrecke. Nach Plech passiert man den Eibenfels. Hier befindet sich ein kleiner Klettersteig.

Es geht nun immer weiter nach Süden, die Autobahn entfernt sich allmählich. Immer wieder liegen kleine Ortschaften am Weg. Zeit für einen Rückblick auf den Fränkischen Gebirgsweg. Schon bald erreicht man Hersbruck und kann am Bahnhof seine Wanderung beenden.

Goethe im Fichtelgebirge

Geschrieben am 05.11.2009 in Netzfunde, Sonstiges, Wandern

Ausschnitt aus dem Tagebuch von Karl Ludwig von Knebel über den Besuch Goethes im Fichtelgebirge:

Wikipedia-Artikel

Johann Wolfgang von Goethe schrieb in einem Brief an Charlotte von Stein „Der Granit lässt mich nicht los!“ Der Dichter und Naturwissenschaftler unternahm drei Reisen in das Fichtelgebirge, bei denen er sich ernsthaft mit naturwissenschaftlichen Problemen auseinandersetzte. Zwei seiner Reisen verband er mit Fahrten von Weimar nach Karlsbad, die letzte unternahm er eigens von Eger aus ins Fichtelgebirge.

Erste Reise 1785

Begleitet wurde er von Karl Ludwig von Knebel und Friedrich Gottlieb Dietrich. Am 30. Juni 1785 führte die Reise von Hof über Marktleuthen nach Wunsiedel, noch am gleichen Tag wurde der Katharinenberg und Alexandersbad besucht. Bei einer Fußtour ging es am 1. Juli von Wunsiedel über Leupoldsdorf zum Seehaus (damals Zechenhaus genannt), nach Karches und zur Weißmainquelle (damals Fürstenbrunnen genannt), dann zum Gipfel des Ochsenkopfes, wo unterwegs die seltene Pflanze Sonnentau bewundert wurde. Der Rückweg ging zurück zum Seehügel, hinüber zum Nußhardt und zum Weißen Fels, dann nach Vordorfermühle und Vordorf (jetzt zur Gemeinde Tröstau gehörig) nach Wunsiedel zurück. Goethe fertigte dabei einige Zeichnungen von Felsformationen an und trieb geologische Studien. Der 2. Juli war ein Regentag, weshalb nur einige Besichtigungen in Wunsiedel stattfanden. Am 3. Juli war der Luisenburg (damals noch Luxburg genannt) und dem Burgsteinfelsen ein Besuch gewidmet, wobei wieder einige Zeichnungen von der Granitverwitterung angefertigt wurden. Die Weiterreise folgte am 4. Juli über Holenbrunn, Göpfersgrün, Thiersheim, Schirnding und Mühlbach nach Eger. Goethe zeigte dabei lebhaftes Interesse an den „geologischen Merkwürdigkeiten“ Marmor, Speckstein und Basalt, die am Reiseweg vorkamen.

Zweite Reise 1820

Als 71-Jähriger befand er sich wieder auf einer Fahrt in die westböhmischen Bäder, ein Abstecher brachte ihn am 25. April nach (Bad) Alexandersbad, wo er im „Alten Schloss“ logierte. Nach dem Mittagessen begab er sich auf die Luisenburg, die nun durch Wege weitgehend erschlossen war. Er erklärte die Entstehung des Felsenlabyrinths durch einen ganz langsam ablaufenden Verwitterungsprozess. Am 26. April folgte die Weiterreise nach Karlsbad.

Dritte Reise 1822

Am 13. August kam Goethe über Eger, Waldsassen und Mitterteich nach Marktredwitz, um die berühmte Chemische Fabrik von Wolfgang Kaspar Fikentscher zu besichtigen; begleitet wurde er von Joseph Sebastian Grüner, Magistrat- und Polizeirat in Eger. Bis zum 18. August wurde die Quecksilberherstellung begutachtet und die Glashütte bei Brand aufgesucht, wo 17 Arbeiter große Fenstertafeln herstellten; es folgten chemische und pyrotechnische Versuche. Es hat den Anschein, dass es dem 73-jährigen Goethe wegen der Fikentscher-Töchter in Marktredwitz besonders gut gefallen hat.

Der Text (Stand 05.11.2009) stammt aus Wikipedia und ist unter http://de.wikipedia.org/wiki/Fichtelgebirge#Johann_Wolfgang_von_Goethe_im_Fichtelgebirge abrufbar.
Er steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported/DEED

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Felsen im Steinwald

Geschrieben am 24.10.2009 in Wandern

Der Steinwald ist ein kleiner Naturpark südlich des Fichtelgebirges. In der folgenden Wanderung geht es primär darum, einen Großteil der Felsen im westlichen Steinwald kennen zu lernen. Der Weg ist hier also nicht das Ziel.

Start der Wanderung ist Pfaben. Hier gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten im Nordwesten des Ortes. Nach dem Parkplatz biegt man links ab und folgt der Straße. Als Markierung dient ein blaues Viereck auf weißem Grund und das Goldsteig-Symbol. Bevor man das letzte Gehöft erreicht, biegt man links am (Weg über Wiese). Es geht in den Wald und man folgt auf einem Pfad einfach der Markierung zum Räuberfelsen. Dieser ist etwa 30 Meter hoch und zum Klettern freigegeben. Der Weg führt weiter zu einem Hubschrauberlandeplatz. Von hier aus lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Vogelfelsen, welcher auch bei Kletterern beliebt ist. Anschließend geht es auf der Forststraße Richtung Nordwesten weiter. Hierbei handelt es sich um eine langweilige Passage, die stellenweise mit einem roten Pfeil markiert ist. Nach etwa 1,8 Kilometern biegt man links in einen Weg ein. Hier weist ein Schild den Weg zum Waldhaus, vereinzelt ist ein blauer Kreis als Markierung vorhanden. Nach einem Kilometer tauchen rechts des Weges die Huberfelsen auf. Man kann hier ein Stück abseits des Weges laufen, um die Felsen zu begutachten. Später wandert man auf dem mit einem schwarzen S markierten Weg (Südweg) weiter zu den Reiseneggerfelsen.

Sie sind über einen Pfad zu erklimmen. Die Aussicht reicht zum Rauhen Kulm. Nach den Reiseneggerfelsen biegt man rechts ab. Links im Wald erkennt man namenlose Felsen, die nicht über Wege zu erreichen sind. Man erreicht nun das Waldhaus, welches keine Gaststätte (mehr) ist, aber ein Wildgehege beherbergt. Über die Saubadloipe, welche rechts abzweigt, gelangt man zu den Palmlohefelsen. Mit etwas Glück findet man von dort den Weg zurück und kann zu den Saubadfelsen weiter wandern. Leider bleibt einem dort die Aussicht verwehrt, da die Treppe gesperrt ist. Das blaue Rechteck führt nun auf schönen Pfaden zurück nach Pfaben. Vorher darf man noch die Zipfeltannenfelsen bestaunen, welche relativ eckig sind und an die Sphinx erinnern.

Die Tour bietet Möglichkeiten zu Abstechern zu weiteren Felsen und zum Oberpfalzturm (z.B. ab Waldhaus oder ab Reiseneggerfelsen über Knockfelsen und Katzentrögel).

Wanderung in Zahlen (ca.): 11 Kilometer, 390 Höhenmeter, 50 % Pfade

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